In den meisten Fällen gilt für Auszubildende das Jugendarbeitsschutzgesetz, das die Arbeitszeiten bei Minderjährigen regelt. Darüber hinaus gilt das allgemeine Arbeitszeitgesetz (ArbZG) für Auszubildende. Doch wie sehen diese Regelungen genau aus? Wie ist das mit den Überstunden in der Ausbildung und was gilt bezüglich der Minusstunden beim Azubi? Wie sind die Pausen gesetzlich geregelt? Und wie ist das Verhältnis von Berufsschulzeit und Arbeitszeit gesetzlich verankert?

Rechtsanwaltsfachangestellte – Die Arbeitszeit für Auszubildende

Im Allgemeinen gilt, dass die Arbeitszeit genau die Zeit umschreibt, die ein Azubi jeden Tag in seinem Betrieb arbeitet. Dabei spielt es keine Rolle, ob er in einer Beschäftigung mit flexiblen Arbeitszeiten oder Schichten arbeitet.

Die Arbeitszeit für Auszubildende ist genau geregelt, inklusive der Besonderheiten für Minderjährige.

Die Arbeitszeit für Auszubildende ist genau geregelt, inklusive der Besonderheiten für Minderjährige.

Für Auszubildend, die das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben, greift das Arbeitszeitgesetz. Im § 3 ist Folgendes festgelegt:

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Genauso wie der Urlaub sind auch die Arbeitszeiten für Auszubildende im Ausbildungsvertrag geregelt. Die tägliche Arbeitszeit ist auf jeden Fall angegeben. Manchmal sind auch die Wochenstunden aufgeführt. Die Pausen sind nicht Teil der Arbeitszeit.

Unterrichtszeiten in der Berufsschule und Zeiten für andere Ausbildungsmaßnahmen, für die der Azubi freigestellt wird, werden vom Ausbildungsbetrieb komplett oder teilweise angerechnet. Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Arbeitszeit pro Tag für Auszubildende auf jeden Fall festgehalten werden muss. Dies kann handschriftlich passieren oder mithilfe eines Stempelkartensystems. Zwar gilt eine achtstündige Arbeitszeit, aber branchenbedingt kann diese auch höher oder niedriger sein. Der Tarifvertrag regelt das. Wenn ein Auszubildender an keinen Tarifvertrag gebunden ist, beschränken das Jugendarbeitsschutzgesetz und das Arbeitsrecht die Arbeitszeiten.

Jugendarbeitsschutzgesetz – Arbeitszeiten für Minderjährige

Ähnlich wie bei den Regelungen bezüglich der Urlaubstage gelten auch bei den Arbeitszeiten für Minderjährige Besonderheiten.
In § 8 des JArbSchG heißt es dazu:

Jugendliche dürfen nicht mehr als achten Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt die Arbeitszeiten für Auszubildende unter 18.

Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt die Arbeitszeiten für Auszubildende unter 18.

Des Weiteren gilt, dass minderjährige Azubis an maximal fünf Tagen in der Woche arbeiten dürfen. Die Beschäftigung an Samstagen, Sonn- oder Feiertagen ist ausgeschlossen. Dabei gibt es natürlich Ausnahmen. Somit können Auszubildende auch achteinhalb Stunden arbeiten oder an Wochenenden beziehungsweise Feiertagen. Doch dann muss es einen Ausgleich geben. Der Auszubildende darf beispielsweise früher gehen. Wenn die Ausbildung in einem Schichtdienstbetrieb absolviert wird, gelten der Branche angepasste Höchstgrenzen für die täglichen Arbeitsstunden.

Doch wie sieht es eigentlich mit den Unterrichtsstunden in der Berufsschule aus? Wie werden die Zeiten mit der Arbeitszeit vom Azubi verrechnet? Und wie sehen die Regelungen in der Ausbildung von Schule und Arbeitszeit aus?

In jedem Fall muss der Auszubildende für die Berufsschule vom Ausbildenden freigestellt werden. Diese Regelung findet sich im Berufsbildungsgesetz bezüglich der Arbeitszeit. Der Betrieb darf den Jugendlichen nicht vor einem Unterrichtsbeginn (vor neun Uhr) beschäftigen. Dies gilt im Übrigen auch für Azubis, die älter als 18 Jahre und noch berufsschulpflichtig sind. Außerdem muss der Jugendliche nicht in den Ausbildungsbetrieb an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtseinheiten von mindestens 45 Minuten. Auch wenn ein Blockunterricht von mindestens 25 Stunden an fünf Tagen der Woche veranstaltet wird, müssen Sie nicht zusätzlich im Betrieb arbeiten. Dies kommt einer regulären Arbeitswoche gleich. Ein Schultag mit über fünf Unterrichtseinheiten, die jeweils 45 Minuten betragen, entspricht einem kompletten Arbeitstag.

Auch die Pausen sind im Jugendarbeitsschutzgesetz festgelegt. Dabei gilt im Regelfall, dass eine Ruhepause mindestens 15 Minuten umfassen sollte. Ein Bereitschaftsdienst in der Pause ist nicht zulässig. Die Gesamt-Pausenzeit richtet sich nach der Anzahl der Arbeitsstunden. Wenn Sie viereinhalb bis sechs Stunden arbeiten, steht Ihnen mindestens eine Pause von 30 Minuten zu. Dies erhöht sich um das Doppelte bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden.

Wichtig! Für minderjährige Auszubildende ist vorgeschrieben, dass zwischen den Arbeitsstunden mindestens 12 Stunden freie Zeit liegen muss. Zudem darf in aller Regel der Jugendliche nur von sechs Uhr morgens bis 20 Uhr beschäftigt werden.

Das Arbeitsrecht für Auszubildende

Wie sieht ganz konkret das Arbeitsrecht in der Ausbildung aus? Worauf müssen Sie achten? Was heißt das für den Azubi und seine Arbeitszeiten?

Volljährige Azubis dürfen pro Woche maximal 48 Stunden arbeiten, d. h. acht Stunden pro Tag und bis zu maximal sechs Tage die Woche. Der Samstag ist ein regulärer Werktag, es sei denn, ein Tarifvertrag findet Anwendung. Azubis, die älter als 18 Jahre sind, dürfen vor und nach dem Unterricht arbeiten. Dabei ist darauf zu achten, dass der Schulweg sowie die tatsächlichen Unterrichtsstunden als Arbeitszeit gerechnet werden.Eine ähnliche Regelung für die Berufsschule bei Minderjährigen gibt es nicht.

Überstunden in der Ausbildung müssen bezahlt  oder mit Freizeit ausgeglichen werden.

Überstunden in der Ausbildung müssen bezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen werden.

Die Ruhepausen sind im Arbeitszeitgesetz § 4 definiert:

Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.

Für volljährige Azubis gilt: Elf Stunden Freizeit zwischen aufeinanderfolgenden Arbeitstagen.

Der Azubi und die Überstunden

Überstunden in der Ausbildung werden immer wieder heiß diskutiert. Grundsätzlich sind für Auszubildende keine Überstunden vorgesehen. Im Allgemeinen sind Überstunden all jene Zeiten, die über die im Ausbildungsvertrag vereinbarten Arbeitszeiten hinausgehen.

Wichtig! Zu den Arbeitszeiten in der Ausbildung: Wenn Überstunden vom Azubi geleistet werden, müssen diese tatsächlich der Ausbildung dienlich sein. Eine ausbildungbeauftragte Person muss anwesend sein.

Für Überstunden während der Ausbildung muss ein angemessener Ausgleich stattfinden, entweder in Form einer Bezahlung oder in Form von Freizeit. Im Vertrag festgelegte, pauschal unbezahlte Überstunden für Auszubildende sind laut Berufsbildungsgesetz nicht zulässig. Zudem gilt ein Zuschlag, der entweder durch Tarifverträge geregelt ist oder sich an diesen orientiert.

Minusstunden für den Azubi

Minusstunden in der Ausbildung sind nicht zulässig. Der Azubi ist im Betrieb, um zu lernen und hat das Recht, die tägliche Arbeitszeit auch dort zu verbringen. Selbst wenn Sie nach Hause geschickt werden, ist es als bezahlte Freistellung aufzufassen.

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54 Reaktionen

  1. Frauke
    Frauke · Oktober 27, 2016 at 19:29:35 · →

    Hallo
    Ich bin jetzt im 3 Ausbildungsjahr einer Bäckereifachverkäuferin
    Ich habe zwei fragen.
    1. Ist Sonntagsarbeit in meinen Beruf freiwillig oder Pflicht?
    2. Ich habe insgesamt knapp 100 Minusstunden
    Jetzt wird auf einmal verlangt das ich sie alle nacharbeiten soll. Ist das rechtens?
    Danke in voraus

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Oktober 31, 2016 at 09:15:09 · →

      Hallo Frauke,
      Zu Ihrer ersten Frage: Grundsätzlich gilt das Arbeitszeitgesetz, das ein Arbeiten an Sonn- und Feiertagen untersagt. Jedoch gibt es hierzu Ausnahmen. Unter anderem können tarifliche und betriebliche Vereinbarungen andere Regelungen vorsehen. Außerdem gelten die vertraglichen Vereinbarungen.
      Zu Ihrer zweiten Frage: Arbeitszeitkonten müssen konkret vereinbart werden (mit Zustimmung des Arbeitnehmers). Diese müssen auch beinhalten, wie Plus- oder Minusstunden abzuarbeiten sind. Entscheidet allein der AG über die zeitliche Lage und Dauer der Arbeit, hat der AN in der Regel nicht zu wenig gearbeitet, sondern letztlich wurde diesem zu wenig Arbeit zugewiesen.
      Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag sowie mögliche tarifliche Vereinbarungen. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie einen Anwalt für Arbeitsrecht.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  2. Thomas B.
    Thomas B. · Oktober 28, 2016 at 21:01:58 · →

    Hallo mein sohn 19 jahre alt macht eine Ausbildung zum fkmu jetzt wurde seine probezeit von drei auf vier Monate erhöht wegen zu vielen krankentage ist das rechtens mfg

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Oktober 31, 2016 at 08:59:20 · →

      Hallo Thomas,
      Grundsätzlich will der Arbeitgeber in der Probezeit herausfinden, ob der Azubi zum Team passt. Außerdem ist festzustellen, wie derjenige arbeitet. Wenn dies innerhalb der drei Monate nicht richtig einzuschätzen ist, weil eine mehrere Krankentage dies verhindern, ist eine Verlängerung der Probezeit möglich. Die sollte auf jeden Fall zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer besprochen werden.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  3. A. Karampouli
    A. Karampouli · November 23, 2016 at 07:03:43 · →

    Guten Tag,

    Ich bin im 3. Ausbildungsjahr als Restaurantfachfrau.
    Wir haben ein Arbeitszeitkonto und somit kommen auch Minusstunden zustande.
    Der Ausbildungsvertrag bezieht sich auf Paragraph 19 des bbig, dementsprechend dürften rein rechtlich keine Minusstunden berechnet werden oder sehe ich das falsch?

    Mit freundlichen Grüßen
    A.Karampouli

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · November 28, 2016 at 10:31:52 · →

      Hallo A. Karampouli,
      das verstehen sie ganz richtig. Werden Sie nach Hause geschickt, ist das eine bezahlte Freistellung.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  4. Vanesa
    Vanesa · November 25, 2016 at 17:41:17 · →

    Hallo,
    mein Arbeitgeber schließt einen Freitag und Samstag wegen Umbau arbeiten, er rechnet wir für beide Tage minus Stunden an. Ist das rechtens? Ich bin volljärig un dAzubi im dritten Jahr.
    Mit freundlichen grüßen

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · November 28, 2016 at 10:19:13 · →

      Hallo Vanesa,
      der Umbau ist ein betriebsbedingter Grund. Alternativ zu den Minusstunden wäre ein Zwangsurlaub, der von Ihrem Urlaubsanspruch abgezogen werden könnte.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  5. Privat
    Privat · Dezember 8, 2016 at 00:16:47 · →

    Hallo
    Ich habe zurzeit das Problem das mein Chef meint das ich jetzt jeden Samstag kommen muss sowie nach der Berufsschule
    Ich bin im 3. Lehrjahr als Elektroniker tätig.

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Dezember 12, 2016 at 10:41:55 · →

      Hallo Privat,
      diesbezügliche Einschränkungen gelten Jugendarbeitsschutzgesetz nur für Minderjährige. Außerdem ist entscheiden, was im Ausbildungsvertrag drin steht. Müssen Sie samstags arbeiten und wurde ein 5-Tage-Woche vereinbart, müssen sie einen Ersatztag bekommen.
      Das Arbeiten nach der Schule ist nur bei Minderjährigen nicht zugelassen.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  6. Mert
    Mert · Dezember 9, 2016 at 01:16:33 · →

    Hallo, (19)
    bin in 3. Ausbildungsjahr und habe seit 1. Ausbildungsjahr minus stunden, obwohl ich immer überstunden mache. In meiner Lohnabrechnung steht minus 130 stunden und mein Arbeitgeber sagt das ich samstag arbeiten muss. Letztens Samstag konnte ich ned hin gehen weil ich was wichtiges zutun hatte, und nach 3 tagen habe ich Abmahnung bekommen. Er zeigt mich als minus obwohl ich plusstunden habe. Bin ich hier das Opfer ?

    Mit freundlichen Grüßen

    E.Mert

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Dezember 12, 2016 at 10:29:00 · →

      Hallo Mert,
      hierbei ist entscheidend, welche Arbeitszeiten im Vertrag vereinbart wurden. Müssen Sie am Samstag arbeiten, steht Ihnen ein Ersatztag in der Woche zu. Zudem: Entfällt die Ausbildung, ohne dass der Azubi etwas dafür kann, dürfen keine Minusstunden angerechnet werden.
      Schließlich stellt sich die frage, wofür Sie abgemahnt wurden. Denn wurden Sie angewiesen, am Samstag zu arbeiten, müssen Sie dieser Aufforderung nachkommen. Dies liegt im Bereich des Direktionsrechts des Arbeitgebers.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  7. Max
    Max · Dezember 12, 2016 at 21:48:17 · →

    hi meine freundin ist im zweiten lehrjahr zur verkäuferin und muss jeden samtstag arbeiten aber bekommt trotzdem keinen freien tag in der woche weil sie angeblich zu viele minusstunden hat ist das rechtesn oder greift dabei wieder der fall ein das sie selbst nichts für die minuszeiten kann sondern nur ihr cheff der ihr nicht die richtigen wochenstunden erteilt

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Dezember 19, 2016 at 10:25:35 · →

      Hallo Max,
      entfällt die Ausbildung, ohne dass der Azubi etwas dafür kann, dürfen diesem im Normalfall keine Minusstunden angerechnet werden. Laut Arbeitszeitgesetz ist eine Höchstarbeitszeit von 8 Stunden pro Tag zulässig, also 48 Stunden in einer Sechs-Tage-Woche.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  8. Fritz H.
    Fritz H. · Dezember 17, 2016 at 14:41:50 · →

    Guten Tag.
    Ich bin Auszubilder zur Fachkraft für Lagerlogistik und laut Berufsausbildungsvertrag ist eine wöchentloche Arbeitszeit von 40 Stunden und eine tägl. Arbeitszeit von 8 Stunden. Mir wurde heute gesagt das ich maximal 60 Stunden arbeiten gehen soll. Ist es nun richtig das ich 60 Stunden an 6 Tagen gehen darf oder gilt der Berufsausbildungsvertrag mit 50 Stunden an 5 Tagen durch die tägl. höchste Arbeitszeit von 10 Stunden?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Dezember 19, 2016 at 10:01:00 · →

      Hallo Fritz,
      Prinzipiell dürfen Sie pro Woche 48 Stunden bei einer Sechs-Tage-Woche arbeiten.
      In Ausnahmefällen sind pro Tag zehn Stunden bzw. pro Woche 60 Stunden erlaubt, wenn Sie dafür in den folgenden sechs Monaten durchschnittlich nicht länger als acht Stunden pro Tag arbeiten.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  9. Privat
    Privat · Dezember 23, 2016 at 09:22:36 · →

    Guten Tag,

    ich mache zurzeit einen Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel und bin im 2. Lehrjahr. Da ich zu oft unentschuldigt in der Schule gefehlt habe, hab ich jetzt minus stunden. Meine Frage: Muss ich die Minusstunden ab arbeiten?
    Zudem will ich den Betrieb wechseln da ich hier unzufrieden bin und falls ich es wechsele muss ich die Minusstunden dann ggf. beim neuen Arbeitgeber sozusagen mit nehmen?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Dezember 27, 2016 at 08:33:05 · →

      Hallo Privat,
      in der regel dürften in der Ausbildung keine Minusstunden anfallen, da Sie jedoch unentschuldigt in der Berufsschule gefehlt haben, sind Minusstunden noch ein mildes Mittel. Das unentschuldigte Fernbleiben von der Schule ist eine Pflichtverletzung, das durchaus ein Grund für eine Abmahnung sein kann.
      Wechseln Sie die Ausbildungsstätte, müssen sie die Minusstunden nicht übernehmen. Die Konsequenzen seitens der Berufsschule können aber auch noch auf Sie zukommen und die Ausbildung verlängern.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  10. Lisa
    Lisa · Januar 13, 2017 at 19:24:19 · →

    Hallo,

    Ich bin eine 22- jährige Auszubildende im 2 Lehrjahr zur Kauffrau im Einzelhandel und habe folgendes Problem.
    Meine wöchentliche Arbeitszeit soll 40 Stunden umfassen. Wir haben von 10-18 Uhr (montags-freitags) und 10-17 Uhr (samstags) geöffnet. Dienstags (8.00-14.00 Uhr) und Donnerstags (8.00-14:45 Uhr) habe ich Berufsschule. Danach muss ich nicht mehr in meinen Betrieb. An diesen Tagen werden mir jeweils 5 Stunden angerechnet.
    Ich bin außer an den Berufsschultagen jeden Tag im Betrieb. Bekomme 1 Stunde Pause. Trotzdem komme ich so auf maximal 37 Stunden die Woche. Somit mache ich wöchentlich 3 Minusstunden.

    Jetzt habe ich folgende Fragen :

    Wie viel Pause steht mir gesetzlich überhaupt zu?
    Wie viele Stunden müssten mir für die Berufsschultage angerechnet werden?
    Dürfen mir Minusstunden angerechnet werden?
    Muss ich meine Minusstunden nacharbeiten?
    Können mir meine Minusstunden am Ende meiner Ausbildung vom Gehalt abgezogen werden?

    Ein paar Paragraphen die dies belegen wären zudem sehr hilfreich da mein Betrieb ein belgisches Unternehmen ist und sich mit den deutschen Regelungen nicht auskennt.

    Ich wäre um eine Antwort wirklich sehr dankbar.
    Liebe Grüße
    Lisa

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Januar 16, 2017 at 09:06:38 · →

      Hallo Lisa,
      gesetzlich vorgeschrieben sind 30 Minuten Pause, wenn Sie mehr als sechs Stunden arbeiten.
      Gibt es mehr als einen tag, an dem Sie die Berufsschule besuchen, werden die konkreten Zeiten mit Pausen angerechnet.
      In der Regel dürfen Minusstunden in der Ausbildung nicht angerechnet werden. Die Ausbildungsvergütung muss laut § 19 Berufsbildungsgesetz weitergezahlt werden. Somit kann Ihnen das Gehalt dafür auch nicht abgezogen werden.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  11. Lena
    Lena · Januar 25, 2017 at 11:41:20 · →

    Hallo,
    ich bin 19 Jahre und mache meine Ausbildung im Einzelhandel mein Vertrag hat eine 40 Stundenwoche. Da das Geschäft in dem ich arbeite allerdings nur von 10-18:30 Uhr täglich geöffnet hat komme ich nie auf diese 40 Stunden, da ein Tag in der Woche frei ist und dafür samstags auch gearbeitet wird. Aus diesem Grund habe ich sehr viele Minusstunden und soll deshalb durcharbeiten und nach dem Schulunterricht welcher 5 Stunden geht noch weitere 6 Stunden anschließend arbeiten jede Woche donnerstags. Jetzt stellt sich mir die Frage ob das überhaupt erlaubt ist, da es nicht mein Verschulden ist, dass ich auf die 40 Stunden Arbeitszeit nur kommen kann wenn ich durcharbeite.

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Februar 6, 2017 at 11:17:58 · →

      Hallo Lena,

      die Unterrichtszeit in der Berufsschule muss der Arbeitgeber als Arbeitszeit anrechnen. Dazu zählt auch die Wegstrecke zwischen Schule und Betrieb.

      Sollte es in Ihrem Unternehmen einen Betriebsrat geben, ist es ratsam, diesen aufzusuchen und den Sachverhalt dort darzulegen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  12. Marco
    Marco · Februar 7, 2017 at 00:20:30 · →

    Hallo,

    ich bin azubi zum Kaufmann im einzelhandel. Vertraglich wurde eine 40h Woche vereinbart welche sich auf 6 Tage die Woche verteilen kann. Also jeden Tag 6.67h. Nun ist es so, das ich täglich 8h arbeite und einen freien Tag in der Woche habe. Steht aber ein Feiertag an bekomme ich für diesen nur 6.67h angerechnet das heißt ich mache dann 1.33h minus ist dies rechtens?

    Meine 2. Frage bezieht sich auf die Fahrzeit zur Schule. Wir haben Blockuntericht alle 3 Monate 2 Wochen. Die Schule befindet sich 6 Autostunden von mir entfernt. Ich bekomme diese Zeit allerdings nicht als Arbeitszeit angerechnet.
    Ich bekomme pro Schultag 6.67h, da es auch hier 6 Tage Unterricht sind.
    Am Anreisen Tag, also Montags beginnt der Unterricht um 13 uhr und endet um 17 uhr, samstags startet der Unterricht um 8:20 und endet um 12 Uhr. In der Woche starten wir um 8:20 und auch bis 17 uhr. Insgesamt haben wir an einem regulären Schultag noch 2h pause.

    Zu meinen Fragen
    a) Darf der Arbeitgeber die Pausen von der Arbeitseit abziehen
    b) darf ich die Fahrzeit zur Schule insgesamt 12h auf meine Arbeitzeit anrechnen?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Februar 13, 2017 at 10:55:07 · →

      Hallo Marco,

      sieht Ihr Vertrag üblicherweise auch eine Beschäftigung an Feiertagen vor, ist es üblicherweise möglich, Feiertage entsprechend als Arbeitstage abzurechnen.

      Gemäß § 7 Berufsbildungsgesetz sind Auszubildende für die Teilnahme an Unterricht freizustellen. Die Berufsschulzeit ersetzt dann die betriebliche Ausbildungszeit. Wegzeiten zwischen Arbeitsstätte und Berufsschule zählen dazu.

      Pausen gelten nicht als Arbeitszeit.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  13. Calvin
    Calvin · Februar 7, 2017 at 00:29:25 · →

    Hallo ich bin 20 Jahre alt und habe eine Frage. Ich mache eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker und bin im 2ten Ausbildungsjahr. In meinem Arbeitsvertrag steht das ich eine 40 Stunden Woche habe, dürfen diese 40 Stunden überschritten werden? Meine Chefin möchte das ich jeden zweiten Samstag arbeiten komme für 4 Stunden und 15min davon sind Pause also 3,75 Stunden Arbeitszeit. Meine tägliche Arbeitszeit ist von 8 Uhr bis 16:45 Uhr davon habe ich insgesamt 1 Stunde und 15min Pause heißt 7,5 Stunden gearbeitet. Sie möchte das ich 2 Wochen im Monat von Mo-Fr von 8-16:45 Uhr arbeite und die anderen 2 Wochen von Mo-Sa und den Samstag halt nur von 8-12 Uhr mit 15min Pause (3,75Std). Wenn man das jetzt ausrechnet mache ich in den 2 Wochen wo ich den Samstag auch arbeiten muss über 40 Stunden. Das wären dann 7,5 Std X 5 = 37,5 Std + 3,75 = 41,25Std pro Woche, heißt ich mache dort pro Woche 1,25 Überstunden. In den anderen 2 Wochen von dem Monat arbeite ich ohne den Samstag heißt ich komme dort nur auf 37,5 Std und mache Minus. Wenn man das jetzt addiert 37,5+41,25+37,5+41,25= 157,5 Std im Monat, wenn man dies nun durch 4 teilt um auf den Durschnitt pro Woche zu kommen, kommt man nur auf 39,375 Stunden. Heißt mit ihrer Rechnung muss ich ab und zu Überstunden machen um im Monat auf 160 Stunden zu kommen. Nun ich hoffe das sind ausreichend Informationen, damit ihr mir vielleicht weiter helfen könnt wie ich dagegen angehen kann, weil es kann ja nicht sein, dass ich Überstunden machen muss um auf 160 Stunden im Monat zu kommen. Ich habe eine Rechnung ohne den Samstag und damit kommt man immer auf seine 40Stunden die Woche. Unsere Werkstatt hat Mo und Mi bis 18 Uhr auf statt bis 16:45 Uhr. Ich arbeite jede Woche den Dienstag Donnerstag und Freitag von 8-16:45 Uhr und den Montag und Mittwoch jede Woche von 8-18 Uhr. Das wären dann genau 40 Stunden glatt. Di Do und Fr sind es ja 7,5Std täglich, und Mo und Mi komme ich dann auf 8,75 Std wenn man das jetzt addiert: 8,75+7,5+8,75+7,5+7,5= 40,0 Stunden. Ist es Rechtens, wenn sie mich absichtlich 2 Wochen im Monat länger arbeiten lässt als im Arbeitsvertrag steht? Und ist es Rechtens das ich um überhaupt auf die 160 Stunden zu kommen überstunden machen zu müssen? Was kann ich tun das ich mit meiner Rechnung durch komme, weil sowas wie einen Betriebsrat besitzen wir nicht. Ich hoffe ihr könnt mir helfen und mir verraten, ob das alles so erlaubt ist was sie mit mir macht. Ich frage mich die ganze Zeit, ob es überhaupt erlaubt ist mich länger die Woche arbeiten zu lassen als im Arbeitsvertrag steht.

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Februar 13, 2017 at 11:08:49 · →

      Hallo Calvin,

      üblicherweise müssen solche Vorgehensweisen vertraglich geregelt sein.
      Schauen Sie noch einmal genau in den Vertrag und die dort getroffenen Regelungen.

      Im Zweifel sollten Sie eine Beratungsstelle oder einen Anwalt aufsuchen, um genau zu klären, ob diese Anstellungszeiten rechtens sind.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  14. Marie
    Marie · Februar 9, 2017 at 09:38:05 · →

    Hallo,

    ich mache eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing und bin im 3. Lehrjahr.

    Ich habe zunächst eine Frage bezüglich der Stundenberechnungen während der Urlaubszeit.
    Wenn ich zum Beispiel 3 Wochen in einem Monat Urlaub habe, die 4. Woche 5 Tage á 8 h täglich gearbeitet habe, steht auf meiner Abrechnung für diesen Monat dann 40 Stunden gearbeitet und nichts von einem Urlaub.
    Diese Stunden, wo ich Urlaub hatte, muss ich dann nacharbeiten.
    Da diese in der Stundenabrechnung komplett entfallen.

    Wie ist die rechtliche Lage dazu?

    Eine weitere Frage bezieht sich auf das schreiben von Wochenberichten.
    Diese soll man doch während der Arbeitszeit verfassen?`
    Ich muss es immer zu Hause machen und meine Chefin kontrolliert nur alle halbe Jahre.

    Liebe Grüße

    Marie

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Februar 13, 2017 at 11:19:13 · →

      Hallo Marie,

      gesetzlich stehen jedem Angestellten 24 Urlaubstage zu. Diese müssen nicht nachgearbeitet werden, sondern sind Bestandteil des Anstellungsverhältnisses.

      Sprechen Sie Ihre Vorgesetzte darauf an, dass es Ihnen möglich sein muss, Ihren Bericht während der Arbeitszeit anzufertigen.

      Ist in Ihrem Unternehmen ein Betriebsrat vorhanden, wenden Sie sich für weitere Fragen an diesen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  15. Laura
    Laura · Februar 24, 2017 at 20:49:01 · →

    Hallo,
    ich bin 16 und bin Azubi zur Friseurin im 1. Lehrjahr.
    Ich habe lt. Ausbildungsvertrag eine 35 Std.-Woche.
    Nun habe ich heute von meiner Salonleiterin gesagt bekommen, dass ich diesen
    Monat ( Februar mit 28 Tagen) 11 Minusstunden hätte, die ich nacharbeiten
    müsste, weil diesen Monat weniger Arbeitsstunden sind.
    Die anderen Azubis aus meiner Schulklasse müssen dies nicht.
    Wenn ich ein Praktikum in einer anderen Filiale habe, soll ich auch den Weg
    zwischen den Filialen nacharbeiten, da er nicht zur Arbeitszeit zählt.
    Diese Woche war ich bei dem Praktikum 1,5 Std eher fertig, habe in meinem Salon angerufen, ob ich noch kommen soll. Meine Salonleiterin meinte, ich könnte nach Hause gehen. Aber jetzt soll ich die 1.5 Std. nacharbeiten.
    Wenn ich von Mo-Fr. Urlaub habe, muss ich dann am Sonnabend arbeiten?
    (5 Tage-Woche?)
    Ist das so in Ordnung?

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Februar 27, 2017 at 08:16:18 · →

      Hallo Laura,

      in der Regel sollten in einer Ausbildung keine Minusstunden anfallen.
      Üblicherweise ist es so, dass der Weg zwischen zwei Arbeitsorten als Arbeitszeit gilt und daher nicht nachgearbeitet werden sollte. Auch müssen Arbeitszeiten an einem Samstag bei eiern 5-Tage-Woche vertraglich festgelegt sein. Insbesondere gilt dies bei minderjährigen Auszubildenden. Muss an einem Samstag gearbeitet werden, ist dies durch einen Ersatztag auszugleichen.
      Bezüglich der Minustunden und des Nacharbeitens an einem Samtag sollten Sie sich an Ihren Ausbildungsleiter wenden, eventuelle kann dieser das mit der Salonleiterin klären.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  16. Chris
    Chris · März 22, 2017 at 21:01:26 · →

    Hallo,
    Ich bin 21 und habe eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten begonnen. Meine Arbeitszeiten sind Mo-Fr 8:30 Uhr – 17 Uhr und ich habe an 2 Tagen Berufsschule, bei den ich an den einen Tag noch bis 17 Uhr arbeite. Meine Frage ist werden die Stunden in der Berufsschule als 45 min oder als 1 Stunde angerechnet? Darf ich Überstunden ansammeln und nach der Probezeit dafür frei bekommen um nicht vorher vom Chef abgestempelt zu werden. Er hat ja die Möglichkeit mit innerhalb von 4 Monaten fristlos zu kündigen. Und darf er mit Urlaubstage abziehen, da an den Tag z.b. Heilig Abend keiner im Betrieb ist?

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · März 27, 2017 at 08:29:05 · →

      Hallo Chris,

      in der Regel wird die Zeit in der Berufsschule ohne Pause oder Wege zur/von der Schule angerechnet. beträgt die Unterrichtsdauer 45 Minuten, werden diese angerechnet. Die tägliche Arbeitszeit ist auf acht Stunden begrenzt, kann jedoch auch 10 Stunden betragen, wenn die betriebliche Ausbildung außerhalb der üblichen Schulzeiten liegt. Die maximale Wochenarbeitszeit darf 48 Stunden üblicherweise nicht überschreiten.
      Die Handhabung der Überstunden sollten Sie mit dem Ausbildungsleiter und/oder Ihren Vorgesetzten abklären.
      In Bezug auf die Urlaubstage, sollten Sie abklären, ob es sich hierbei um angeordnete Betriebsferien handelt, denn diese können abgezogen werden.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  17. Younes
    Younes · März 25, 2017 at 13:00:06 · →

    Hallo

    Bin ü 18 und im ersten Lehrjahr, zwischen meinen Schichten liegen 9.5 Stunden ist das rechtens?

    Danke im Voraus

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · März 27, 2017 at 08:19:01 · →

      Hallo Younes,

      in der Regel müssen zwischen den Schichten mindestens elf Stunden Pause liegen. Die ist gesetzlich geregelt. Allerdings kann es hier auch Ausnahmen geben. Hier sollten Sie sich an Ihrem Ausbildungsleiter wenden und dies abklären.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  18. Yvonne
    Yvonne · April 4, 2017 at 22:51:41 · →

    Hallo mein Sohn (18Jahre) macht eine Ausbildung im zweiten Lehrjahr als Karosserie Mechaniker. Er hat einen Blockunterricht: 6 Wochen Arbeit und 2 Wochen Berufsschule. Die Berufsschule ist in Dresden und er ist an 3 Tagen 6 Stunden und an 2 Tagen 6,5 Stunden in der Schule. Dazu kommen am Tag 2 Stunden Autofahrt dazu. Jetzt will sein Arbeitgeber das Samstags von 7.30Uhr – 13.00Uhr zur Arbeit kommt. Er bekommt aber keinen zusätzlichen freien Tag. Ist das rechtens?

    Danke im vorraus

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · April 10, 2017 at 08:02:57 · →

      Hallo Yvonne,

      in der Ausbildung darf die wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden nicht überschreiten. Auch sollte im Ausbildungsvertrag festgelegt sein, ob ein 5-Tage-Woche oder eine 6-Tage-Woche in Bezug auf die Arbeitszeiten besteht. Bei einer 6-Tage-Woche gilt der Samstag als regulärer Werktag. Wichtig ist auch, ob ein Tarifvertrag greift oder eine betriebliche Regelung bezüglich einer Samstagsarbeit besteht. Hier sollte Ihr Sohn sich an seinen Ausbildungsleiter wenden und den Ausbildungsvertrag prüfen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  19. Damla
    Damla · April 21, 2017 at 13:12:12 · →

    Hallo,

    Ich Mache eine Ausbildung im Einzelhandel bin im 2 Lehrjahr, ich arbeite 5 Tage die Woche je knapp 10 Stunden davon werden mir 1 Stunde Pause abgezogen und im zeitsystem wird der Tag mit 6,40std berechnet. Mein freier Tag wird mir mit 6,40 minusstunden angerechnet. Berufsschultag wird mir ebenfalls mit 6,40 Std gerechnet. Samstag werden 6,40 angerechnet obwohl die Öffnungszeit von 9-15uhr ist. Dann mache ich automatisch 1 minusstunde. Jetzt möchte mein Ausbilder das ich meine minusstunden abarbeite was ich nicht so ganz verstehe weil ich ja meine Stunden und Tage voll arbeite.

    Laut gesetz ist es ja so das mir keine minusstunden berechnet werden darf als azibi

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · April 24, 2017 at 08:56:30 · →

      Hallo Damla,

      grundsätzlich gilt das Arbeitszeitgesetz. Die Regelungen im Arbeitsvertrag hierzu sollten klar und deutlich formuliert sein und den gesetzlichen Grundlagen entsprechen. Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag sowie mögliche tarifliche Vereinbarungen und sprechen Sie diesbezüglich mit Ihrem Ausbildungsleiter. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  20. Nick
    Nick · April 26, 2017 at 12:56:02 · →

    Hallo,

    Ich bin im 3. Lehrjahr zum KFZ-Mechatroniker. Habe mich des öfteren mit dem Junior Chef gestritten, da ich mich unfair behandlt fühle.
    Nun hat mir eine „Arbeitszeitenverlängerung“ unbefristet aufgebrummt.
    Bisher habe ich:
    Mo-Do 7:30 – 17:00, Fr 7:30 – 12:00 gearbeitet.
    Jetzt muss ich Mo-Do 7:30 – 18:00 und Freitag 7:30 – 14:00 arbeiten.

    Ist das rechtens? Im Grunde habe ich ja in meinem Ausbildungsvertrag gereglete Arbeitszeiten unterschrieben, darf er diese einfach verändert?

    Lg Nick

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Mai 2, 2017 at 08:18:05 · →

      Hallo Nick,

      in der Ausbildung darf die wöchentliche Arbeitszeit 48 Stunden nicht überschreiten. Das Arbeitszeitgesetz ist zu beachten. In der Regel gelten die im Arbeitsvertrag festgelegten Zeiten. Hier ist auch wichtig, ob im Vertrag definiert ist, ob diese durch den Arbeitgeber geändert werden dürfen. Sie sollten sich an Ihren Ausbildungsleiter oder auch eine Beratungsstelle der zuständigen IHK wenden. Zudem können Sie auch einen Anwalt konsultieren.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  21. Kevin
    Kevin · April 29, 2017 at 19:33:01 · →

    Hallo,

    Ich mache eine Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik und habe Montags und Dienstags Berufsschule.
    Mittwoch, Donnerstag und Freitag arbeite ich von 9-18uhr(inklusive 1h Mittagspause) im Betrieb.
    An den Berufsschultagen bin ich inklusive Fahrtzeit jeweils knapp 10 Stunden unterwegs ( fahre um 6uhr los und bin ggn. 16 Uhr wieder zuhause).

    Mein Chef fordert nun von mir das ich 2 Samstage im Monat extra arbeite, da ich nach der Berufsschule nicht mehr in den Betrieb kommen muss.

    Ist das rechtens? oder kann ich irgendwie dagegen vorgehen?

    Lg

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Mai 2, 2017 at 08:22:54 · →

      Hallo Kevin,

      Die Regelungen zu den Arbeitszeiten sollten im Arbeitsvertrag klar geregelt sein. Sie sollten hier ihren Arbeitsvertrag, ob in diesem festgelegt, wie die Arbeit an einem Samstag geregelt ist. Grundsätzlich gilt das Arbeitszeitgesetz und eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden darf in der Ausbildung nicht überschritten werden. Sprechen Sie diesbezüglich mit Ihrem Ausbildungsleiter. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie einen Anwalt für Arbeitsrecht.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  22. Melissa
    Melissa · Mai 1, 2017 at 16:28:50 · →

    Hallo,

    Ich bin 26 und mache meine zweite Ausbildung zur Köchin! Seit September 2016 bin ich dabei und demzufolge im 2. Lehrjahr (erste lehre wurde mit angerechnet)!
    Seit Januar (inklusive September und Oktober, zwischenzeitlich gab es mal einen DienstPlan…)bin ich täglich bis 10h auf Arbeit, an manchen Tagen sogar bis 12h, mein Chef sieht die Berufsschule als meine ‚Freizei‘ an und habe somit nur den Sonntag als freien Tag in der Woche zur Verfügung… Würde gerne mal wissen ob das so rechtens ist, da in meinem Arbeitsvertrag nur eine 40h Woche eingetragen ist!

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Mai 2, 2017 at 08:33:23 · →

      Hallo Melissa,

      grundsätzlich gelten die Arbeitszeiten, die im Vertrag festgehalten sind, zudem darf die Arbeitszeit in der Ausbildung 48 Stunden nicht überschreiten. Regelungen bezüglich etwaiger Überstunden müssen in der Regel im Vertrag ebenfalls eindeutig festgelegt sein. Überstunden müssen der Ausbildung dienliche sein. Üblicherweise werden Stunden in der Berufsschule komplett oder teilweise angerechnet.
      Sprechen Sie mit Ihrem Ausbildungsleiter oder wenden Sie sich an eine Beratungsstelle der zuständigen IHK. Im Zweifelsfall kann auch ein Anwalt für Arbeitsrecht Sie unterstützen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  23. Kevin
    Kevin · Mai 3, 2017 at 22:25:43 · →

    Guten Tag.

    ich mache oft Überstunden (z.B. 8 oder 5 Überstunden) und arbeite auch manchmal bis in die Nacht. Nun möchte ich fristlos kündigen. Ist das möglich?

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Mai 8, 2017 at 08:52:42 · →

      Hallo Kevin,

      außerhalb der Probezeit ist eine fristlose Kündigung in der Regel dann möglich, wenn Sie einen wichtigen Grund dafür haben. Dies können ein grobe Pflichtverletzung des Arbeitgebers oder ein Verstoß gegen den geschlossenen Vertrag sein. Dies muss in der Kündigung ausführlich begründet werden. Ansonsten gilt üblicherweise eine gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  24. Isabel
    Isabel · Mai 15, 2017 at 11:40:26 · →

    Hallo, Ich bitte um Hilfe
    Ich mache eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Ich bin 18 Jahre alt und im ersten Lehrjahr. Ich arbeite 40 Stunden die Woche ( Mo – Fr ).
    Mein Stundenplan:
    MO: 9 Std
    DI: 9 Std
    MI: 5 Std Schule
    DO: 10 Std Schule und Arbeit
    FR: 6 Std
    39 Stunden.
    Durch Feiertage oder Urlaub (auch Betriebs Urlaub) der Montag, Dienstag und Donnerstag Stattfindet gehen mir die Plus stunden fliegen die ich für den Ausgleich für die anderen Tage wie Mittwoch und Freitag brauche, somit sammeln sich Minus Stunden an, von denen ich schon in 4 Monaten ca. 25 Stunden habe. Wenn Kirmes in der Stadt ist oder sonstige Feste wird das Büro Früher geschlossen.. dann bleibe ich noch etwas länger habe aber trotzdem wieder minus stunden… .
    Meine Chefin verlangt diese Stunden abzuarbeiten aber ich frage mich wie… und wann da wir an nur 30 Stunden die Woche geöffnet haben. Ich arbeite schon jeden Tag länger wie 8 Stunden. Nur leider reichen meine 6 Schulstunden (=5Stunden) nicht aus und Freitag sind es zu kurze Öffnungszeiten. Wenn doch nicht die ganzen Feiertage, Schulferien, Betriebsurlaub oder Krankheiten an so doofen Tagen sind wo ich meine Plus stunden mache würde, würde das alles anders aussehen. Was kann ich jetzt dagegen tun? Was ist rechtens?

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Mai 29, 2017 at 08:52:29 · →

      Hallo Isabel,

      in der Regel muss ein Azubi die Stunden leisten, die vertraglich festgelegt sind. Wird der Ausbildungsbetrieb durch den Arbeitgeber frühzeitig geschlossen, dürfen die Stunden üblicherweise nicht nachgefordert werden. Sind die Minusstunden nicht auf Ihren Wunsch hin angefallen, kann eine Nacharbeitung in der Regel nicht verlangt werden. Sie können sich zudem auch an Ihren Ausbildungsleiter und eine Beratungsstelle der örtlichen IHK wenden, um sich bezüglich der richtigen Vorgehensweise beraten zu lassen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  25. S.Steinhauer
    S.Steinhauer · Mai 21, 2017 at 14:29:45 · →

    Hallo!
    Bin azubi zum Koch im dritten Lehrjahr und bin volljährig.
    In meinem Arbeitsvertrag ist festgehalten 40 Wochenstunden, 8 Stunden täglich, 5 Tage die Woche. Wir haben kein Arbeitszeit Konto, und es wird auch nirgends schriftlich festgehalten wann und wie oft ich da bin. Überstunden sind keine Seltenheit in dieser Branche. Diese werden mir weder vergütet noch mit freizeitausgleich vergolten (noch nichtmal ein danke) wenn ich das anspreche kommt immer wieder: du hast ja auch minusstunden (wenn der laden mal etwas eher zugemacht hat aufgrund von gästemangel). Damit könnte ich noch leben bzw. tue es wieder besseren Wissens schon seit Beginn meiner Lehre. Womit ich nicht (mehr) leben kann sind 2 Punkte.
    1. Mir ist das Weihnachtsgeld (tariflich nach 1 jähriger Beschäftigung zustehend 50% des monatlichen bruttogehaltes) nicht vollständig ausgezahlt worden. Mit den Worten „sei zufrieden mit dem was du bekommen hast“
    2. Es war seit Anfang an der Fall, daß Feiertage als mein freier Tag gelten.
    Soviel ich weiß, ist es im Gesetz so verankert das wenn ich regulär einen freien Tag in der Woche habe bspw. Immer montags und ein Feiertag auf diesen Montag fällt, es als „Pech“ zu bezeichnen ist. Da mein freier Tag aber immer je nach Geschäftslage entschieden wird also jeden tag in der Woche treffen kann ist der Feiertag (jetzt diese Woche donnerstag) NICHT gleichzeitig meiner freier Tag und ich müsste zusätzlich noch einen freien Tag bekommen, oder? Mein Chef ist da anderer Meinung.

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Mai 29, 2017 at 09:00:45 · →

      Hallo S.Steinhauer,

      in der Regel gelten Feiertage als gesetzlich festgelegte Freizeit, die unabhängig von der Freizeit, die im Vertrag vereinbart ist, zu sehen ist. Ist ein freier Tag in der Woche vereinbart, so steht dieser üblicherweise neben dem gesetzlichen Feiertag ebenfalls zu. Sie sollten sich diesbezüglich und auch aufgrund des nicht korrekt gezahlten Weihnachtsgeldes rechtlich beraten lassen. Wir dürfen eine solche Beratung nicht anbieten, daher ist der Kontakt zu einem Anwalt oder einem Vertreter der zuständigen Gewerkschaft oder der örtlichen IHK empfehlenswert.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  26. Lukas
    Lukas · Juni 1, 2017 at 18:53:39 · →

    Hallo, ich bin 19 Jahre alt und im 3. Lehrjahr und mein Chef verlangt von mir in den letzten zwei Monaten meine Minusstunden jeden Tag mit 2 Stunden am Tag mehr und jeden Samstag ( 9 Stunden) abzuarbeiten. Das wären 59 Stunden in der Woche. In meinem Lehrvertrag stehen 8 Stunden am Tag.
    Ich habe ihn aber schon im ersten Lehrjahr darauf hingewiesen das ich nicht auf meine 40 Stunden in der Woche komme. Im zweiten Lehrjahr habe ich ihn wieder darauf hingewiesen, das ich nicht genug Stunden habe. Jetzt im dritten soll ich plötzlich alles nacharbeiten. Er teilt mich nicht zur Arbeit ein weil meine Kollegen auch auf ihre Stunden kommen wollen .
    Muss ich diese nicht von mir gewollten Minusstunden nacharbeiten ?
    Kann er mich bis zu 10 Stunden jeden Tag ,6 Tage in der Woche mit 15 Minuten Pause am Tag arbeiten lassen ?

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Juni 6, 2017 at 08:29:38 · →

      Hallo Lukas,

      in der Regel sind von Azubi die Stunden zu leisten, die vertraglich festgelegt wurden. Hier muss auch definiert sein, ob es sich um eine Fünf-Tage- oder um eine Sechs-Tage-Woche handelt. In der Ausbildung darf die Wochenarbeitszeit bei volljährigen Azubis 48 Stunden nicht überschreiten. Üblicherweise sind Minusstunden, die nicht auf Wunsch des Azubis entstanden sind, nicht nachzuarbeiten. Hier sollten Sie sich an Ihren Ausbildungsleiter und eine Beratungsstelle der örtlichen IHK wenden, um sich bezüglich der richtigen Vorgehensweise beraten zu lassen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  27. Sissi
    Sissi · Juni 16, 2017 at 12:25:23 · →

    Hallo
    Ich bin 25 und bin jetzt im 2. Lehrjahr als fleischereifachverkäuferin
    Ich mache eine Teilzeit Ausbildung demnach steht in meinem vertrau 6. Std am Tag 30. die Woche
    Ich habe im Wechsel immer 2 mal in der Woche Schule und einmal wöchentlich
    Jede Woche werden mir mind. 2 Std über Stunden in den Plan geschrieben .
    Arbeitszeiten variieren so wie es dem Chef Grad passt entweder früh morgens oder irgendwann am Mittag bis spät abends
    Der Laden hat von 8-22 Uhr geöffnet.
    Wenn ich also Spätschicht mache ist ab 16 Uhr spätestens kein Chef und ausbilder im Haus
    Meine Frage ist ob ich darauf bestehen kann das die Arbeitszeiten laut Vertrag auch gegeben werden. Ich habe Kinder und nur deswegen auch die Teilzeit angenommen.
    Manchmal bekomme ich schon echte Probleme weil ich nie so arbeite wie ich die Kids abholen muss.
    Beim Bewerbungsgespräch sagte man mir ich müsse nur von 8-14 ihr arbeiten dies ist seit längerem nicht mehr der Fall.
    Wenn ich meinen Chef darauf anspreche heisst es ich solle meine Zeiten tauschen.
    Ich fühle mich etwas ausgenutzt.
    Was kann ich tun

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · Juni 26, 2017 at 08:52:55 · →

      Hallo Sissi,

      in der Regel gelten die Arbeitszeiten, die im Vertrag festgehalten sind. Sie sollten dies mit Ihrem Ausbildungsleiter besprechen und gegebenenfalls auch eine Beratung bei der zuständigen IHK in Anspruch nehmen. Eine rechtliche Beratung dürfen wir nicht anbieten, daher ist auch der Kontakt zu einem Anwalt oder einem Vertreter der zuständigen Gewerkschaft empfehlenswert.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

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