In einer Umfrage gaben 44 Prozent der befragten Deutschen an, mit der Bezahlung für ihre Arbeit nicht zufrieden zu sein. Ein trauriges Ergebnis, da die Zufriedenheit mit dem Gehalt sich auch auf die Gesamtzufriedenheit mit dem Job und diese wiederum auf das Privatleben auswirken. Ein ausgeglichenes Verhältnis aus Arbeitsinhalten, Arbeitsrahmen und Gehalt – diese Faktoren gelten laut Umfragen als der Schlüssel zur Grundzufriedenheit mit einem gewählten Beruf. Für Rechtsanwaltsfachangestellte ist das natürlich nicht anders.

Sie haben sich nun also bereits damit beschäftigt, welche Arbeitsinhalte als Rechtsanwaltsfachangestellte auf Sie zukommen würden? Sie können sich vorstellen, dass Ihnen das Aufgabenspektrum Freude bereitet? Gleichzeitig können Sie sich mit der Arbeitsweise, den -zeiten und dem -rahmen identifizieren? Dann ist es jetzt spannend, sich einmal über die Verdienstmöglichkeiten als Rechtsanwaltsfachangestellte/r zu informieren. Damit Sie hinterher zu den 55 Prozent gehören, die in einer Statistik die Frage nach der Zufriedenheit mit der Bezahlung mit einem überzeugten „Ja“ beantworten können.

Eine Vergleichsgrundlage – Daten und Fakten in Deutschland

Rechtsanwaltsfachangestellte bekommen unterschiedliches Gehalt in Deutschland

Rechtsanwaltsfachangestellte bekommen unterschiedliches Gehalt in Deutschland

Um die Verdienstspanne des Berufes „Rechtsanwaltsfachangestellte/r“ im bundesweiten Gehaltsvergleich einordnen zu können, benötigen wir erst einmal eine Basis. Es gilt daher, sich über die Durchschnittszahlen der deutschen Bevölkerung zu informieren: Laut Sozio-oekonomischem Panel (SOEP) liegt demnach das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen für 40 Prozent der Deutschen zwischen 1.000 und 2.000 Euro im Monat. Für 30 Prozent der deutschen Bevölkerung sind es weniger, für 20 Prozent mehr.

Diese Spanne – 1.000 bis 2.000 Euro netto – kann also als Standard zugrunde gelegt werden. Nur rund fünf Prozent der Bevölkerung verdient über 5.000 Euro brutto im Monat. Diese wiederum arbeiten vorwiegend in den Branchen: Versicherungen, Finanzen, Energie, Information und Kommunikation.

Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellte in der Ausbildung

Der Werdegang als Rechtsanwaltsfachangestellte oder -angestellter (früher: Rechtsanwaltsgehilfin) beginnt stets mit einer dreijährigen Berufsausbildung. Hier wird ein festes Ausbildungsgehalt gezahlt, welches auf Empfehlungen der Rechtsanwaltskammer beruht. Jeder Ausbildungsbetrieb kann darauf basierend aber selbst entscheiden, wie viel er seinen Auszubildenden zahlen möchte. Als Durchschnittswerte gelten im

  1. Ausbildungsjahr rund 550 Euro,
  2. Ausbildungsjahr rund 600 Euro,
  3. Ausbildungsjahr rund 650 Euro brutto.

Damit liegt in der Ausbildung das Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellte im bundesweiten Durchschnitt. Während ein Maßschneider oder Konditor in der Ausbildung nämlich nur rund 200 Euro im Monat verdient, ist der Verdienst bei einem Binnenschiffer bereits knapp im vierstelligen Bereich. Vergleichbare Ausbildungsgehälter zu den Rechtsanwaltsfachangestellten erhalten zum Beispiel Mediengestalter oder Hotelfachkräfte.

Eine durchaus geläufige Bezahlung, die bei Bedarf durch staatliche Förderung aufgestockt wird. Da es sich nämlich um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf handelt, können Rechtsanwaltsfachangestellte BAföG beantragen. So sollte in der Ausbildung zumindest Ihre Lebensgrundlage gesichert sein. Und Sie wissen ja – Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Aktuelle Zahlen nach den verschiedenen Bezirken der Rechtsanwaltskammern

Das Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellte, vor allem in der Ausbildung, ist jedoch durch starke regionale Unterschiede geprägt. Grundsätzlich regelt das Berufsbildungsgesetz den Vergütungsanspruch für Auszubildende. Der Paragraph 17 fasst dies wie folgt zusammen:

Auszubildende haben Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren. Sie ist nach dem Lebensalter der Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt.

Auf Grundlage der aktuellsten Zahlen kann man im ersten Ausbildungsjahr mit 230 bis 600 Euro rechnen, im zweiten Jahr dann mit 280 bis 700 Euro. Am Ende der Ausbildung können Azubis schließlich zwischen 310 und 800 Euro verdienen. Der Deutsche Anwaltverein hat sich in einem Merkblatt aus dem Jahr 2013 auch dazu geäußert. Er hat für die verschiedenen Ausbildungsjahre Mindesthöhen festgelegt, die nicht unterschritten werden sollten.

  1. Ausbildungsjahr 450 Euro
  2. Ausbildungsjahr 520 Euro
  3. Ausbildungsjahr 600 Euro

Dabei weist der Verein darauf hin, dass in Ballungsgebieten, das Gehalt darüber liegen kann und in eher strukturschwachen Gegenden die Empfehlungen deutliche unterschritten werden.

In der folgenden Tabelle sind alle Rechtsanwaltskammern aufgeführt, die konkrete Angaben über die zu empfehlende Ausbildungsvergütung für Rechtsanwaltsfachangestellte veröffentlicht haben. Die Kammern in Bremen, Koblenz und Zweibrücken haben keine Empfehlungen veröffentlicht. Die Tabelle zeigt die Staffelung nach den Ausbildungsjahren sowie das Inkrafttreten oder den Beschluss bezüglich der Vergütung in der Ausbildung. Dabei ist darauf zu achten, dass die meisten Rechtsanwaltskammern darauf hinweisen, dass die Angaben eine Orientierung sind und von regionalen sowie persönlichen Gegebenheiten beeinflusst werden können. In den meisten Fällen sollten die Angaben jedoch nicht mehr als 20% weniger unterschreiten. Einige Kammern haben beispielsweise auch Spannen oder Mindestwerte angegeben (diese finden Sie in den Klammern dargestellt).

RechtsanwaltskammerGehalt im 1. Ausbildungsjahr in EuroGehalt im 2. Ausbildungsjahr in EuroGehalt im 3. Ausbildungsjahr in EuroAngaben gelten seit
Bamberg350EinzelfallentscheidungEinzelfallentscheidung01/2015
Berlin50058065007/2013
Brandenburg325435525k.A.
Braunschweig500 (400)600 (480)700 (560)07/2016
Celle405 (325)544 (435)656 (525)08/2015
Düsselborf5255756252012
Frankfurt6006757502012
Freiburg50060070006/2010
Hamburg8509501050k.A.
Hamm550 (440)600 (480)650 (520)01/2014
Karlsruhe600650750k.A.
Kassel500 (400)600 (500)700 (600)2015
Köln55060068008/2014
Mecklenburg-Vorpommern4005006002015
München6007008002013
Nürnberg50060070012/2015 (Beschluss)
Oldenburg440 (352)500 (400)600 (480)01/2014
Saarland4154905502016
Sachsen4205106202013
Sachsen-Anhalt4505206002014
Schleswig-Holstein5506507502013
Stuttgart600 (450)650 (500)700 (550)2014
Thüringen550650750k.A.
Tübingen55065075001/2014

Gehalt für ausgelernte Rechtsanwaltsfachangestellte

Haben Sie die dreijährige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und möchten als Vollzeitkraft in einer Anwaltskanzlei einsteigen, so werden Sie voraussichtlich ein Einstiegsgehalt von 1500 bis 1700 Euro brutto erhalten. Doch der neue Status macht sich von nun an auch auf Ihrem Gehaltsscheck bemerkbar: Zahlreiche Abgaben, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge werden von Ihrem Bruttoverdienst abgezogen.

Was am Ende übrigbleibt, hängt stark von Ihrer Lebenssituation ab. Für ein bescheidenes Leben sollte diese Grundlage durchaus reichen. In großen Kanzleien werden verhältnismäßig höhere Gehälter gezahlt als bei kleinen – und besonders gut ist die Bezahlung im Bereich der Wirtschaftsprüfergesellschaften, Mahnabteilungen, Banken oder Versicherungen. Dazu aber später mehr.

Viele Faktoren spielen beim Verdienst eine Rolle. Eine Rechtsanwaltsfachangestellte muss auf einige Punkte achten.

Viele Faktoren spielen beim Verdienst eine Rolle. Eine Rechtsanwaltsfachangestellte muss auf einige Punkte achten.

Die Einstiegsgehälter schwanken jedoch nicht nur je nach Arbeitgeber, sondern auch im Vergleich der Bundesländer. Denn je nach Region, unterscheiden sich auch die Lebenshaltungskosten. So verdient ein/e Rechtsanwaltsfachangestellte/r in einer Kanzlei in München in der Regel deutlich mehr als die Kollegen in Thüringen.

So liegt das gesamtdeutsche Durchschnittsgehalt derzeit bei 1.909 Euro brutto, in Bayern sind es 2.138 Euro, in Thüringen nur 1.311 Euro. Das Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellte in NRW liegt mit 1.847 Euro etwa im Durchschnitt.

Diese Werte wurden auf der Grundlage von 1.497 Datensätzen ermittelt, die über zwei Jahre hinweg in einer anonymen Befragung gesammelt wurden. Das Fazit dieser Statistik lautet: Untere Monatsgehälter liegen bei knappen 1.350 Euro, die Obergrenze für die Verdienstmöglichkeit einer/s Rechtsanwaltsfachangestellten kann aber auch über 3.000 Euro brutto im Monat und mehr hinausgehen.

Ausschlaggebend hierfür ist neben dem Arbeitgeber auch sein Standort. Zudem steigt der Verdienst proportional zur Berufserfahrung der Rechtsanwaltsfachangestellten. Die besten Verdienstmöglichkeiten haben Sie im Süden Deutschlands im städtischen Umfeld, am besten bei einer möglichst großen Kanzlei.

Denn die Monatsgehälter liegen in der Statistik bei einem kleinen Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern bei 1.867 Euro brutto im Monat. Bei mittelständischen Unternehmen mit 501 bis 1.000 Mitarbeitern sind es 2.831 Euro brutto, bei größeren Kanzleien und Firmen gar 4.487 Euro brutto.

Steigendes Einkommen durch mehr Berufserfahrung

Setzen wir die Berufserfahrung proportional zum Alter der Befragten, so konnte die Statistik herausarbeiten, dass das Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellte mit steigendem Lebensalter zunimmt. Die Umfrage ergab hinsichtlich dieser Grundlage folgende Werte:

  • Ein Berufseinsteiger mit 25 Jahren verdient bundesweit durchschnittlich 1.714 Euro brutto.
  • Fünf Jahre später, im Alter von 30 Jahren, steigt der Durchschnitt auf 1.892 Euro brutto.
  • Mit 35 Jahren verdienen Rechtsanwaltsfachangestellte rund 2.108 Euro brutto.
  • 40-jährige Rechtsanwaltsfachangestellte gaben einen Verdienst von durchschnittlich 2.349 Euro brutto an.
  • Mit 45 Jahren sind es dann 2.341 Euro brutto.
  • Im Alter von 50 Jahren liegt der bundesweite Durchschnitt schließlich bei 2.339 Euro brutto im Monat.

Festzustellen ist also, dass vor allem zu Beginn Ihrer Karriere das Gehalt stetig steigen wird. Ist jedoch einmal eine gewisse Grundlage erreicht (im Durchschnitt gute 2.300 Euro brutto), so ist ein weiterer finanzieller Aufstieg ohne Fort- oder Weiterbildung als eher schwierig zu bewerten.

Branche mit Widersprüchen – was tun gegen eine Unterbezahlung?

Ein Rechtsanwaltsfachangestellter muss in puncto Gehalt  den Mindestlohn beziehen

Ein Rechtsanwaltsfachangestellter muss in puncto Gehalt den Mindestlohn beziehen

Während es in der Branche der Rechtsanwaltsfachkräfte zahlreiche Gutverdiener gibt, stehen auf der anderen Seite aber auch gut ausgebildete Rechtsanwaltsfachangestellte, die deutlich unterbezahlt sind. Es ist einer der Berufe mit Widersprüchen, wo Sie mit Ihrer Arbeitsstelle ebenso Pech wie großes Glück haben können.

Doch was, wenn Sie im Moment keine bessere Stelle finden, aus privaten Gründen nicht wechseln können oder eigentlich auch gar nicht gehen möchten, aber sich dennoch eine angemessenere Bezahlung wünschen? Was können Sie tun, wenn Sie von der Unterbezahlung betroffen sind?

Erst einmal gilt es sich zu informieren, ob und inwiefern Sie tatsächlich eine bessere Bezahlung verlangen könnten. Hierfür haben wir Ihnen die bundesdeutschen Durchschnittswerte genannt und ermöglichen Ihnen so einen realistischen Vergleich Ihres Gehaltes mit dem Branchendurchschnitt.

Wenn Sie also zum Beispiel in Bayern leben, monatlich aber nur 1.200 Euro brutto verdienen, so sollten Sie dringend handeln. Eine Rechnung, die von der Realität leider gar nicht so weit entfernt liegt. Doch seit dem Jahr 2015 gilt auch für Rechtsanwaltsfachangestellte der gesetzliche Mindestlohn. Rechnen Sie also einmal kritisch nach, ob Sie entsprechend des Mindestlohnes vergütet sind. Vergessen Sie dabei aber nicht die Sonderleistungen und Boni.

Der gesetzliche Mindestlohn

Seit dem 1. Januar 2015 gilt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland. Er erstreckt sich auf alle Beschäftigten in allen Branchen. Ausnahmen sind lediglich Minderjährige, Ehrenamtliche, Auszubildende und Langzeitarbeitslose.

Ausgelernte Rechtsanwaltsfachangestellte sind daher durchaus von der neuen Regelung betroffen. Sie müssen demnach mit 8,50 Euro brutto in der Stunde entlohnt werden. Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder sonstige Zusatzleistungen sind allerdings gesetzlich nicht geregelt. Dass Ihnen der Mindestlohn zusteht, bedeutet allerdings noch lange nicht, dass Sie diesen auch erhalten. Sie sind unterbezahlt? Dann müssen Sie selbst aktiv werden.

Den Mindestlohn beim Arbeitgeber einfordern

Als Rechtsanwaltsfachangestellte/r haben Sie Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Hierfür muss der Arbeitnehmer seinen Anspruch beim Arbeitgeber schriftlich geltend machen. Wichtig ist zudem die Nennung einer Frist zu Vertragsänderung.

Wird diese Frist zur Lohnanpassung nicht eingehalten, werden weitere Schritte erforderlich. Der Anspruch auf Mindestlohn wird demnach spätestens zum 15. des Folgemonats fällig, nachdem Ihre Frist abgelaufen ist.

Weigert sich der Arbeitgeber, so stehen Ihnen zwei Wege offen: Der Klageweg vor dem Arbeitsgericht oder die Anzeige bei der staatlichen Kontrollbehörde für die Einhaltung des Mindestlohns. Das Problem ist, dass nur wenige Arbeitnehmer sich zutrauen, ihren Arbeitgeber dermaßen unter Druck zu setzen.

Möchte die Rechtsanwaltsgehilfin ein höheres Gehalt, kann dies auch die Arbeitsatmosphäre stören

Möchte die Rechtsanwaltsfachangestellte ein höheres Gehalt, kann dies auch die Arbeitsatmosphäre stören

Schließlich könnte darunter nicht nur die Atmosphäre leiden, Sie könnten auch mit dem Auslaufen Ihres Vertrages gekündigt werden. Schlimmstenfalls kommt es sogar zu Mobbingfällen, bis der Arbeitnehmer freiwillig die Arbeitsstelle aufgibt. Die Ängste sind groß, die Möglichkeiten begrenzt.

Wer sich daher unterbezahlt fühlt, sollte entweder ein offenes Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen oder sich aber nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen. Wir haben Ihnen hierfür ja bereits erläutert, wo gute und wo eher bedingte Verdienstspannen zu erwarten sind.

Denn hier ist die gute Nachricht: Laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit herrscht bei Rechtsanwaltsfachangestellten derzeit Fachkräftemangel. Die Suche nach einer neuen, besser bezahlten Stelle sollte daher – natürlich stets abhängig von der Region – durchaus von Erfolg gekrönt sein.

Zwischenfazit: Das Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellte

Kommen wir noch einmal auf die Vergleichsgrundlage im ersten Kapitel zurück, so liegt der Verdienst einer Rechtsanwaltsfachangestellten mitten im Durchschnitt von 1.000 bis 2.000 Euro netto im Monat. Während es leider immer noch viele schlecht bezahlte Stellen gibt, erarbeiten sich auch immer mehr Rechtsanwaltsfachangestellte einen Verdienst von über 2.000 Euro netto im Monat.

Das ist je abhängig von der Branche, der Firmengröße, dem Standort und der Qualifikation. Wer sich also für diesen Beruf entscheidet, muss sich entweder darüber im Klaren sein, dass die Verdienstchancen in einer Kanzlei begrenzt sind, oder muss sich auf ein durchschnittliches aber nicht herausragendes Lebensarbeitsgehalt einstellen.

Wer dennoch mehr verdienen möchte, sollte entweder in einer möglichst großen Kanzlei einsteigen, um gute Aufstiegschancen zu haben, oder sich weiter- und fortbilden, um in größeren Firmen und Unternehmen arbeiten zu können. Schlussendlich gehört auch ein bisschen Mut dazu, notfalls ein höheres Gehalt beim Arbeitgeber einzufordern und in der Konsequenz immer wieder einmal die Stelle zu wechseln.

Das Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellte ist laut Statistiken demnach als absolut im bundesweiten Durchschnitt anzusiedeln und ist dank dem neuen Mindestlohngesetz für eine bescheidene Lebenshaltung als ausreichend bewertet.

Mehr verdienen durch Fort- und Weiterbildungen

Wem ein durchschnittlicher Verdienst allerdings nicht genug ist, oder wer einfach lieber in einem anderen Bereich als einer Kanzlei arbeiten möchte, hat als ausgebildete/r Rechtsanwaltsfachangestellte/r zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die auch entsprechend höhere Verdienstchancen mitbringen. Als Rechtsfachwirt/in, Justizfachangestellte/r oder Bürokauffrau/-mann können Sie nämlich in mittelständische bis große Unternehmen einsteigen und von deren finanziellen Vorteilen profitieren. Hierzu gehören:

  • Wirtschaftsprüfergesellschaften: Der bundesweite Gehälterdurchschnitt liegt hier zwischen 2.396 und 4.791 Euro brutto im Monat für die Assistenz der Wirtschaftsprüfung.
  • Mahnabteilungen in Versandhäusern und Warenhausketten: Wer sich hier bis zur Leitung der Rechtsabteilung hocharbeiten kann, verdient bis zu 9.669 Euro im Monat. Der bundesweite Durchschnitt liegt derweil bei 5.743 Euro brutto. Allerdings ist zu beachten, dass es sich bei den Zahlen um eine Führungsposition handelt. Als angestellte Fachkraft, können Sie dennoch mit einem guten Verdienst von durchschnittlichen 2.800 Euro im Monat rechnen.
  • Banken: Banken haben stets auch Bedarf an Rechtsanwaltsfachangestellten. Betrachten wir einmal die Durchschnittsgehälter für Bankangestellte, so winken hier bereits 2.349 Euro bis 6.260 Euro brutto im Monat. Wer es dann gar in eine leitende Position schafft, verdient bis zu 8.000 Euro monatlich. Auch hier sei aber gesagt, dass es sich dabei um Ausnahmen handelt.
  • Versicherungen: Zahlreiche Rechtsanwaltsfachangestellte arbeiten zudem bei Versicherungsgesellschaften. Je nach Arbeitgeber, gibt es hier große Verdienstschwankungen. Die in der Statistik berechneten Durchschnittslöhne allerdings, liegen mit 2.545 Euro im Monat bereits über denen in einer Kanzlei. Für Führungskräfte sind Gehälter mit bis zu 10.000 Euro im Monat brutto möglich. Hierfür sind aber auf jeden Fall zahlreiche Fort- und Weiterbildungen nötig. Machbar ist es dennoch.

Fazit zum Gehalt für Rechtsanwaltsfachangestellte

Schlussendlich ist der Beruf der/s Rechtsanwaltsfachangestellte/n keiner, den Sie wegen des Geldes ausüben sollten. Denn vor allem in den Kanzleien sind die Verdienstmöglichkeiten sehr begrenzt. Zum Leben reicht es zwar, wer allerdings die große Karriere anstrebt oder einen luxuriösen Lebenswandel wünscht, der sollte sich diese Wahl noch einmal gut überlegen.

Wer statt zu einer Kanzlei in die Industrie, zu einer Bank oder der Versicherungsgesellschaft geht, hat deutlich bessere Verdienstchancen. Hier können Sie höher in der Hierarchie aufsteigen und damit auch höhere Gehälter verlangen.

Rechtsanwaltsfachangestellte können zusätzlich zu dem in der Ausbildung erhaltenen Gehalt BAFöG beziehen

Rechtsanwaltsfachangestellte können zusätzlich zu dem in der Ausbildung erhaltenen Gehalt BAFöG beziehen

Doch der Weg von der Rechtsanwaltsfachkraft in eine Führungsposition ist ein langer und von zahlreichen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen geprägt. Wer sich also von vornherein hierauf konzentrieren möchte, der sollte sich besser für eine andere Ausbildung oder am besten ein Studium entscheiden.

Wem jedoch das Handwerk der Rechtsanwaltsfachangestellten liegt, wer die Abwechslung, den sozialen Kontakt und die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten zu schätzen weiß und zugleich auch mit einem Durchschnittsgehalt zufrieden ist, der wird wohl auch in einigen Jahren die Frage nach der Grundzufriedenheit noch mit „Ja“ beantworten.

Bildnachweise:
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37 Reaktionen

  1. Sophie
    Sophie · Februar 29, 2016 at 16:51:50 · →

    Kurze Frage: Ich fange in diesem Jahr meine ausbildung an. was kann ich da so verdienen? ist das festgelegt oder kann ich da verhandeln?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · März 14, 2016 at 11:18:18 · →

      Hallo Sophie,
      Bezüglich des Gehalts gibt es keine genauen Vorgaben. Die zuständigen Rechtsanwaltskammern haben Empfehlungen ausgesprochen. Diese finden Sie auf unserer Seite in einer Tabelle zusammengefasst oder auf den jeweiligen Seiten der Kammern. Die Empfehlung kann um bis zu 20% unterschritten werden (abhängig unter anderem von der Region). Ein gewisser Handlungsspielraum besteht also.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  2. Karl
    Karl · März 11, 2016 at 17:05:21 · →

    meine schwetser macht eine ausbildung und bekommt viel weniger. ist das irgendwo gesetzlich geregelt wie viel man bekommt?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · März 14, 2016 at 09:57:31 · →

      Hallo Karl,
      Das Gehalt in der Ausbildung für Rechtsanwaltsfachangestellte ist im Berufsbildungsgesetz insofern geregelt, dass die Vergütung angemessen sein muss (nach Lebensalter und Fortschritt der Ausbildung). Dies finden Sie im § 17. Des Weiteren haben die verschiedenen Rechtsanwaltskammern Empfehlungen ausgegeben, an die sich die Kanzleien und Unternehmen orientieren. Dabei ist zu beachten, dass in eher struktursschwachen Gegenden die Empfehlung um bis zu 20% unterschritten werden kann. Eine Übersicht finden sie auf unserer Seite.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  3. Tatjana
    Tatjana · März 18, 2016 at 11:11:17 · →

    Hallo zusammen,

    mit was für einem gehalt kann man denn nach der ausbildung rechnen?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · März 21, 2016 at 09:41:31 · →

      Hallo Tatjana,
      Das ist pauschal gar nicht so einfach zu beantworten. Denn es hängt von vielen Faktoren ab, wie viel Sie nach der Ausbildung verdienen. Arbeiten Sie in einem Ballungsgebiet? Bleiben Sie in Ihrem Ausbildungsunternehmen? Haben Sie weiter Zusatzqualifikationen? etc.
      Generell ist mit einem Einstiegsgehalt von 1500 bis 1700 Euro (brutto) zu rechnen.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  4. Alina
    Alina · Mai 3, 2016 at 14:00:09 · →

    Hallo,

    ich arbeite in einer mittelgroßen Kanzlei in München (ca. 40 Anwälte und 20 Sekretärinnen), habe ca. 1,5 Jahre Berufserfahrung und bin 25 Jahre alt. Was für ein Gehalt ist unter diesen Voraussetzungen bei 40Std./Woche üblich/möglich? (Weihnachtsgeld oder sonstige Zusatzzahlungen bekommen wir nicht).

    Danke für eine Antwort!

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Mai 9, 2016 at 10:25:01 · →

      Hallo Alina,
      Das Durchschnittsgehalt ist von sehr vielen Faktoren abhängig. Leider können wir Ihnen deswegen keine konkret Zahl nennen, auf die Sie sich womöglich bei Vertragsverhandlungen berufen können. Wie im obigen Text dargestellt, liegt in Bayern das Durchschnittsgehalt bei etwa 2100 Euro im Monat. Dabei sei jedoch zu bedenken, dass Sie in einem kleinen Unternehmen arbeiten mit weniger als 100 Angestellten.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  5. agnes b.
    agnes b. · Mai 19, 2016 at 14:49:27 · →

    Hallo,
    ich habe im Ausland studieret (in Tunesien) und ich habe meinen Master gemacht in Wirschaftrecht.
    ich würde gerne ein Praktikum machen , was soll ich machen ?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Mai 23, 2016 at 09:43:46 · →

      Hallo Agnes,
      Hierbei kommt es darauf an, in welche Richtung Sie mit Ihrem Abschluss gehen möchten. Es existiert eine Vielzahl an Praktikumsbörsen, die sich auch auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert haben. Zudem können Sie auf Ausschreibungen einzelner Unternehmen achten. Schließlich bieten sich im Falle eines Praktikums auch Initiativbewerbungen an.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  6. Natasa
    Natasa · Juni 22, 2016 at 21:13:34 · →

    Guten Abend!

    Seit 2009 bin ich in einer Rechtsanwaltskanzlei (Wien) beschäftigt – habe so einige Seminare besucht, Kurse absolviert,… – plane allerdings, in geraumer Zeit, einen Umzug nach Deutschland (München) und wollte nunmehr nachfragen, mit welchem “Einstiegsgehalt” ich (24 Jahre) denn rechnen könnte. Vielleicht könnten Sie so freundlich sein und mir ebenso mitteilen, inwiefern sich die “österreichische Arbeitsstruktur” von der, der “deutschen Arbeitsstruktur” unterscheidet (abgesehen von den Rechtssprechungen; generell bezogen auf Arbeitsprogramme, Arbeitsweisen, etc. – dh. allgemeine Kurzzusammenfassung).

    Im Voraus für Ihre Rückantwort dankend verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Juni 27, 2016 at 09:45:37 · →

      Hallo Natasa,
      Das Gehalt ist nicht zu pauschalisieren. Es hängt von allerlei Komponenten ab, wie viel Sie verdienen. Dabei spielt nicht nur die Erfahrung eine Rolle, sondern auch in welcher Kanzlei Sie anfangen. Vor allem die Betriebsgröße ist dabei zu betrachten. Der bundesweite Durchschnitt für 25-Jährige liegt bei 1.714 Euro brutto. Vor allem eine relativ große Kanzlei in München wird wahrscheinlich darüber bezahlen.
      Auch bezüglich der Arbeitsweise lässt sich keine generell gültige Aussage treffen. Die Arbeitsabläufe unterscheiden sich je nach Kanzlei und Region.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  7. Antonia K.
    Antonia K. · Juni 30, 2016 at 16:35:43 · →

    Hallo,
    ich habe mal eine Frage. Ich habe seit gestern, 29.06.2016, meine Ausbildung abgeschlossen. Seit heute bin ich festangestellt allerdings in einem befristeten Arbeitsverhältnis bis Ende August, da ich am September ein Studium beginne.
    Ich bekomme bei einer Woche mit 40 Stunden 1.000 € brutto, mit der Begründung, dass ich ja NUR 2 Monate hier arbeite.
    Kann sowas gehen? Ist das rechtlich erlaubt?
    LG und schonmal Danke 🙂
    Antonia

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Juli 4, 2016 at 09:47:48 · →

      Hallo Antonia,
      Das Gehalt ist von vielen Faktoren abhängig, von der Größe der Kanzlei, der Berufserfahrung, dem Standort beziehungsweise der Region. Für ausgelernte Rechtsanwaltsfachangestellte gilt der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro brutto die Stunde, solange keine anderen Tarifverträge gelten. Ein Anspruch darauf muss schriftlich geltend gemacht werden.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  8. Svenja A.
    Svenja A. · Juli 5, 2016 at 16:10:08 · →

    Hallo,

    ich bin seit dem 24.06. (Tag der Abschlussprüfung) ausgelernt und wurde von meinem Ausbildungsbetrieb lückenlos übernommen.

    Ich arbeite also ab 27.06. bei meinem Ausbildungsbetrieb als gelernt Rechtsanwaltsfachangestellte. In der Übernahmevereinbarung steht der 01.07.

    Was ist mit den Tagen vom 27.06. bis 30.06 Habe ich einen Anspruch auf volle Vergütung, obwohl der Arbeitsvertrag erst ab 01.07. gilt? Eigentlich bin ich ja schon ab Bestehen der Prüfung mit der Ausbildung fertig. Mein Chef will aber die vier Tage zwischen Ausbildungsabschluss und 01.07. nicht bezahlen und ich bekomme das normale Ausbildungsgehalt.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Mit freundlichen Grüßen

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Juli 18, 2016 at 10:03:07 · →

      Hallo Svenja,
      zunächst entscheidet, was in Ihrem Ausbildungvertrag als Ende der Ausbildung vereinbart wurde. Wenn Sie vor Ablauf des Ausbildungsvertrages die Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben, ist laut BBiG die offizielle Bekanntgabe des Ergebnisses entscheidend. Dazu können Sie im § 21 BBiG nochmal nachschauen und eventuell mit Ihrem Chef vielleicht sprechen. Achten Sie aber zuvor darauf, was im Vertrag vereinbart wurde (auch im neuen).
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  9. Christian
    Christian · Juli 24, 2016 at 04:39:02 · →

    Hallo,

    ich suche für meine kleine Ein-Anwalt-Kanzlei in Paderborn eine erfahrene Rechtsanwaltsfachangestellte in Teilzeit (20 Std./Woche).
    Erfahrung sollte vor allem bzgl. der Abrechnung der Mandate bestehen. Grundvoraussetzung sind eine gute Rechtschreibung, gute Kommunikation sowie herausragende organisatorische Fähigkeiten.

    Wo kann ich mit einer Stellenanzeige, abgesehen vom Lokalteil der Tageszeitung, Ihrer Meinung nach Rechtsanwaltsfachangestellte am besten ansprechen?

    Vielen Dank.

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Juli 25, 2016 at 09:44:07 · →

      Hallo Christian,
      Sicherlich würde sich auch ein Inserat bei einer Online-Börse lohnen sowie beim Bundesverband für Rechtsanwaltsfachangestellte und bei der zuständigen Anwaltskammer.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellt.org

  10. Tanja
    Tanja · September 1, 2016 at 12:47:37 · →

    Hallo,
    ich bin 39 Jahre, habe eine ausgeschlossene Ausbildung zur RA-fachangestellten seit 1998 und arbeite auch seither in diesem Beruf. Habe also 18 Jahre ohne die Ausbildung schon hinter mir und habe auch schon als Alleinkraft ein Büro selbst geführt. Gerne würde ich wissen, was ich an Gehaltsvorstellungen einbringen kann? Ich würde gerne 30 Std./Woche Teilzeit arbeiten bzw. wenn nicht anders möglich, auch Vollzeit, da ich alleinerziehend bin und noch eine 11jährige Tochter habe. Mit welchen Gehaltsangaben kann ich mich äußern?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · September 5, 2016 at 09:08:42 · →

      Hallo Tanja,
      Wie Sie dem Artikel oben entnehmen können, liegt das durchschnittliche Einkommen von 40-jährigen Rechtsanwaltsfachangestellten bei circa 2.300 Euro. Bedenken Sie jedoch, dass dies wirklich nur ein Durchschnittswert ist und von vielen Faktoren beeinflusst wird. Denn neben dem Standort ist auch die Betriebsgröße entscheidend sowie Ihre bisherige Laufbahn, inklusive der einzelnen Erfahrungen, die Sie gesammelt haben. Außerdem bedenken Sie bitte, dass diese Angaben sich auf eine Vollzeitstelle beziehen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei den Gehaltsverhandlungen.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  11. Kerstin
    Kerstin · September 28, 2016 at 17:58:09 · →

    Hallo,

    ich bin, aufgrund einer Berufsunfähigkeit Umschülerin und frage mich nunmehr ,etwas besorgt, was ich als 49 jährige Frau verdienen werde. …..
    Vielen Dank
    Mfg K.

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Oktober 4, 2016 at 12:07:45 · →

      Hallo Kerstin.
      Dies ist pauschal nicht zu beantworten. Denn eine Vielzahl an Faktoren bestimmen das Gehalt: die Größe der Kanzlei, der Standort (urban oder eher ländlich), die beruflichen Erfahrungen sowie Zusatzqualifizierungen. Im obigen Text finden sie ein paar Richtwerte, wie viel eine Rechtsanwaltsfachangestellte verdienen kann, in Abhängigkeit von der beruflichen Erfahrung.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  12. Sabrina J.
    Sabrina J. · Januar 2, 2017 at 21:43:02 · →

    Hallo
    Ich hätte eine Frage bin 30 Jahre und zweifache mama (3 Jahre , 9 Monate )
    Ich interessiere mich für die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellte. Da mein Lebensgefährte Soldat ist ist er viel unterwegs und ich mit meinen Jungs viel alleine. So nun zu meiner Frage
    1. kann ich die Ausbildung als Teilzeit machen ?
    2. wie ist dann dann mit der Ausbildung auf wieviel Jahre verlängert sich dann die Ausbildung.
    3. kann ich die Ausbildung auch im September 2017 anfangen? Da mein kleiner erst ab August 2017 einen kitaplatz hat.

    Lg Sabrina

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Januar 9, 2017 at 09:40:06 · →

      Hallo Sabrina,
      grundsätzlich ist eine Ausbildung in Teilzeit möglich. Dabei erfolgt die Ausbildung an der Berufsschule jedoch meist in Vollzeit. Nur bei einer entsprechenden Klassenstärke ist eine Abspaltung einer Teilzeit-Klasse denkbar.
      Die Ausbildung muss sich nicht zwangsläufig verlängern, insbesondere dann, wenn bereits berufliche Erfahrungen bestehen. Sollte die wöchentliche Arbeitszeit weniger als 25 Stunden betragen ist mit einer Verlängerung von einem halben bis zu einem ganzen Jahr zu rechnen. Andere Regelungen können durch den Ausbilder erfolgen.
      Prinzipiell ist ein Ausbildungsstart im September möglich. Das ist natürlich vom Betrieb und der Berufsschule abhängig.
      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  13. Paul
    Paul · Januar 24, 2017 at 11:36:09 · →

    Hallo,
    ich habe mir Ihre Seite gut durchgelesen und habe noch eine Frage. Ich arbeite in einer Kanzlei (bis zehn Angestellte, Stadt Potsdam, Jahresumsatz ca. 500.000 €) als Büroleiter (ich bin 47 Jahre alt, Fortbildung als Rechtsfachwirt musste ich aus fam. Gründen leider kurz vor Abschluss abbrechen) seit 15 Jahren. Einen Abschluss als Reno habe ich natürlich. Ich bin als Büroleiter zuständig für die ganze Org.der Kanzlei, Mitarbeiterführung, Buchhaltung, bearbeite selbstständig ein eigenes Dezernat. Haben Sie Erfahrungswerte, was ein Büroleiter in einer wirklich sehr gut gehenden Kanzlei im Berliner Raum für 38 Stunden bekommt?

    1. rechtsanwaltsfachangestellte.org
      rechtsanwaltsfachangestellte.org · Februar 6, 2017 at 11:13:54 · →

      Hallo Paul,

      hierzu lassen sich keine verbindlichen Angaben machen. Aber die Gehälter variieren zwischen 2.000 bis 2.900 Euro.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  14. Elvira
    Elvira · März 2, 2017 at 22:46:05 · →

    Hallo,
    Ich habe meinen Bachelor of laws/international Business in Australian abgeschlossen. Ich habe auch ein Graduate Diploma in legal Practiceund bin als Rechtsanwältin in Australian zugelassen.

    Ich möchte gern wieder in Deutschland arbeiten. Früher habe ich in Deutschland als Sekretärin gearbeitet.
    Was kann ich mit meinen Qualifikation in Deutschland anfangen/ wie kann ich sie einsetzen?

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · März 6, 2017 at 08:08:28 · →

      Hallo Elvira,

      wie Sie ihren Abschluss und Ihre Fähigkeiten einsetzen können, hängt von den Stellenbeschreibungen ab auf die Sie sich bewerben. Inwieweit ihre Abschlüsse anerkannt werden, können Sie beim zuständigen Wissenschaftsministerium des Bundeslandes erfragen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  15. Björn
    Björn · März 6, 2017 at 21:47:03 · →

    Hallo liebes Team,

    Ich bin Einzelkämpfer-Rechtsanwalt auf dem Land in Baden-Württemberg und will eine(n) Rechtsanwaltsfachangestellte(n) in Teilzeit einstellen, 3 Tage die Woche, ggf bei Bedarf mehr. Daher will ich nach Stunden abrechnen.

    Welchen Bruttolohn pro Stunde sollte ich einem Berufseinsteiger anbieten, welchen einem berufserfahrenem Kandidaten?

    Grüsse

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · März 13, 2017 at 08:52:48 · →

      Hallo Björn,

      in der Regel liegt ein Einstiegsgehalt zwischen 1500 und 1700 Euro brutto und ein Durchschnittsgehalt zwischen 1.909 Euro und 2.138 Euro brutte. Die Gehälter schwanken je nach Region und können nicht grundsätzliche pauschalisiert werden. Zu den ortsüblichen Löhnen können wir keine Aussagen treffen, daher wäre eine Anfrage bei der IHK hier zu empfehlen.

      Ihr Team von anwalt.org

  16. Jessi
    Jessi · März 28, 2017 at 09:34:56 · →

    Hallo,

    ich arbeite seit ca. 2 Jahren in einer Kanzlei. Als ich angefangen habe, musste ich nicht viel machen. Also hatte keine großen Aufgaben oder eine Verantwortung (Post Ein- und Ausgang, Diktate schreiben und Kostenrechnung) Gehalt: 1600,00 €. Da meine Kollegin gekündigt wurde, musste ich Ihre Aufgaben übernehmen. Das heißt PostEin- und Ausgang, FRISTEN notieren, ZWANGSVOLLSTRECKUNG.. meine Aufgaben sind Anspruchsvoller geworden, doch mein Gehalt ist jetzt bei 1700,00 € was ich sehr gering finde. Was meinen Sie?

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · April 3, 2017 at 08:16:39 · →

      Hallo Jessi,

      da die Durchschnittsgehälter je nach Region und Arbeitgeber stark schwanken können, ist es schwer hier eine pauschale Aussage zu treffen. So liegen beispielsweise die Eintsiesgehälter zwischen 1.500 und 1.700 Euro.
      Sie haben die Möglichkeit sich bei der örtlichen IHK über die Gehaltslage in Ihrer Region zu informieren. Darüber hinaus haben Sie auch immer die Möglichkeit, mit Ihrem Vorgesetzten zu reden.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

    2. Tamara K.
      Tamara K. · April 12, 2017 at 17:35:16 · →

      Hallo Jessi,

      darf ich fragen in welchem Raum du arbeitest? und ob das angegebene Gehalt brutto oder netto ist?

  17. Karolina
    Karolina · April 7, 2017 at 14:03:42 · →

    Hallo 🙂 ich habe Bachelor of Laws LL.B studiert. Könnte ich mit diesem Abschlus auch als eine Rechtsanwaltsfachangestelte arbeiten oder brauche ich notwendig die Ausbildung?
    Viele Grüße
    Karolina

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · April 10, 2017 at 07:49:37 · →

      Hallo Karolina,

      in der Regel kommt es auf den Arbeitgeber an, welche Qualifikationen für eine Stelle wichtig sind. Ein Studiumsabschluss stellt durchaus eine höhere Qualifikation dar. Sie können sich vor einer Bewerbung bei Arbeitgeber informieren, ob der Abschluss für die Stelle genügt oder Zusatzqualifikationen erbracht werden müssen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

  18. Tamara K.
    Tamara K. · April 12, 2017 at 17:33:01 · →

    Hallo,

    ich habe jetzt fast meine Ausbildung abgeschlossen, meine Klassenkameraden und Lehrer sagen dass das Durchschnittsgehalt bei ca. 1.500 Brutto liegt (ich solle mich nicht unter wert verkaufen), nun habe ich mal ganz vorsichtig mit der Chefsekretärin gesprochen da diese anregt mich nach der Ausbildung zu übernehmen. Als ich ihr davon erzählt habe hab sie mich fast ausgelacht 🙁 und gesagt dass ich das bestimmt vergessen kann. Ich arbeite in Wuppertal in einer Kanzlei mit 4 Anwälten, ist nicht viel, aber ich meine so 1.100 netto sollten ja schon drin sein mit einer abgeschlossenen Ausbildung. Denn als ungelernte Arbeitskraft bekomme ich dasselbe in einer Leiharbeitsfirma. Bitte helft mir mal, ich weiß einfach nicht was ich fordern sollte 🙁

    1. Rechtsanwaltsfachangestellte.org
      Rechtsanwaltsfachangestellte.org · April 24, 2017 at 08:51:45 · →

      Hallo Tamara K.,

      in der Regel basieren Angaben von Gehaltspanne auf Durchschnittswerten, die sich je nach Region und Arbeitsgebiet unterscheiden können. So kann es durchaus sein, dass das Einstiegsgehalt stark schwangt. Sie können sich jedoch an diesen Durchschnittswerten orientieren und diese als Grundlage für Ihre Forderungen nutzen. Wir können leider keinen pauschalen Betrag nennen.

      Ihr Team von Rechtsanwaltsfachangestellte.org

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